scotland

Distel (c) mike rupprecht

Schottland, das raue Land im Norden der Britischen Inseln, fasziniert mit seinen wild-romatischen Landschaften: den bildschönen Grampian Mountains, den einsamen Hochmooren der Northwestern Highlands und unergründlichen Seen wie dem berühmt-berüchtigten Loch Ness. Den Naturschönheiten stehen die traditions- und kulturreichen schottischen Städte gegenüber, allen voran das Zweigespann Edinburgh und Glasgow, lebenssprühende Kapitale die eine, ehemalige Kulturhauptstadt Europas die andere. Vom lieblichen, hügeligen Süden bis zum kargen, schroffen Norden Schottlands kann man das Land z.B. auf herrlichen Wanderwegen entdecken. Grandiose Küstenszenerien bieten faszinierende Ausblicke auf die dramatische See, malerische Burgruinen wechseln sichab mit stolzen Schlössern und prächtigen Palästen. Schottland, die Heimat literarischer Größen wie Sir Walter Scott, Robert Louis Stevenson oder Robert Burns, kann mit allerlei Kostbarkeiten aufwarten - mit imposanten Kirchen und Kultstätten sowie gut bestückten Museen -, die weit über die klassischen Schottland-Klischeevorstellungen unter den Schlagworten Whisky, Kilt, Dudelsack und Highlandgames hinausgehen...


2011 - Skye

Skye

Die Äußeren Hebriden sind weit weg. Ein Besuch dieser Inselgruppe ist sogar für einen Schotten fast wie eine Reise ins Ausland. Hier ist es anders. Auf dem Festland findet man in manchen Gebieten Straßenschilder auf Englisch und Gälisch. Auf den Äußeren Hebriden sind sie meist einsprachig: Gälisch. Die Melodie dieser sanften, musikalischen Sprache wird uns auf dieser Reise öfter begegnen. Nirgendwo sonst in Schottland ist die gälische Kultur so erhalten geblieben wie hier. Das gleiche gilt für die religiösen Traditionen der Inselbewohner, denn hier wird die Sonntagsruhe noch streng eingehalten. Auch die Landschaft auf den Inseln spiegelt diese andere Welt wider - meilenlange, menschenleere weiße Muschelstrände säumen die Westküsten, karge Moore, schroffe Berge und ein Gewirr aus Seen prägen das Landschaftsbild des Landesinneren und der Ostküsten. An stillen Tagen wirkt diese Welt außerordentlich geruhsam und friedvoll; bei Sturm dagegen gewaltig und elementar. Die romantische, neblige Insel, die 'geflügelte' Insel Skye ist sehr bekannt für ihre Landschaft, Berge, Geschichte, Schlösser, Destillerien, Legenden und Leute. Es gibt viel zu sehen und die Landschaft ist phantastisch. Im Nordosten der Insel gibt es einen 30 km langen Wanderweg entlang der Trotternish Ridge, spektakulär geformten Berge, inklusive Storr (731 m), wo man die interessant geformten Säulen und Gesteinshaufen wie den Old Man of Storr und das Quiraing-Massiv findet. Die steilen Klippen verändern ihr Gesicht auf dramatische Weise im unterschiedlichen Licht.


2011 - Islay

Islay

Islay, die südlichste und fruchtbarste Insel der Inneren Hebriden, ist ein Außenposten Schottlands. Hauptstadt ist Bowmore. Auf etwa 500km² leben 3400 Einwohner - und etwa neunmal so viel Schafe. Der Wind und der Atlantik führen ein strenges Regime, das die Gestalt der Insel ebenso prägt wie den Charakter der wetter- und sturmgewohnten Bewohner. Sanft geschwungene Berge, zerklüftete Küsten, lange Strände und wuchernde Wälder auf engem Raum. Hier wird es uns demnächst hinziehen. Und das nicht nur allein wegen der sieben Destillerien auf Islay - was die Insel unwiederuflich zur Whisky-Insel macht. Ardbeg, Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Caol Ila, Lagavulin und vor allem (mein) Laphroaig werden wir endlich sehen, riechen und auch schmecken....


2007 - 1 Woche Shetland (Mainland, Unst)

Hermaness

Die Shetland-Inseln – das sind 100 große und kleine Inseln, die über eine Gesamtfläche von 1408 km² im Nordatlantik verstreut liegen. Gerade mal 15 Inseln sind bewohnt, auf den übrigen tummeln sich die Robben und Möwen. „Inseln der Mitternachtssonne“ nennt man sie, denn im Sommer geht die Sonne erst gegen 23 Uhr unter und hinterlässt einen breiten orangerosa Streifen am Horizont, um 2 Uhr wird es wieder richtig hell. Das milde Klima des Golfstroms macht sich hier noch bemerkbar. Pikten, Kelten und Wikinger fanden hier ihre Heimat, die Namen der Orte verraten es noch heute: Ocraquoy, Saxa Vord, Oxna, Sands Stour, und die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

2007 - ... und dann Orkney - West Mainland

Marwick Head

Von den siebzig Inseln dieses Archipels sind nur zwanzig bewohnt. Der Boden dient in erster Linie der Viehzucht, zumeist Rinder, Ponys und Schafe. Es gibt aber auch einige Ackerflächen, was der Landschaft hier einen ganz anderen Charakter verleiht als von den Highlands gewohnt. Orkney, ein isländischer Name, bedeutet »Insel der Seehunde«.

Die Inseln sind unübersehbar skandinavisch geprägt - und das hängt nicht nur mit den an Norwegens Küsten erinnernden Landschaften zusammen. Orkney war von etwa 800 bis 1472 ein wichtiger Stützpunkt dänischer, norwegischer und schwedischer Wikinger auf ihren Raubzügen nach Süden. Bis ins 17. Jahrhundert hinein sprach man hier Norn, einen alten norwegischen Dialekt. Rund 90 Prozent aller Ortsnamen auf dem Archipel sind skandinavischen Ursprungs.


2005 - 8 Tage Speyside zu Fuss

(c) Undiscovered Scotland: Spey Bay Seen Across the Spey from Kingston

Die feinsten Whiskys Schottlands kommen bekanntlich aus dem überschaubaren Gebiet namens Speyside. Es wurde nach dem für seine Lachse berühmten Fluss benannt, der diesen Landstrich durchfließt. Moderne Straßen haben die Abgeschiedenen engen Täler des schottischen Hochlands, die "Glens", zugänglich gemacht. Dort versteckten die "Highlander" ihre heimlich betriebenen Hausbrennereien vor den wachen Augen der Gesetzeshüter. Zwischenzeitlich hat sich die Speyside dank der landschaftlichen Schönheit zu einem wichtigen, allseits beliebten Reiseziel entwickelt.

Der Speyside Way ist neben dem West Highland Way und dem Southern Upland Way der dritte im Bunde der klassischen schottischen Fernwanderwege. Er führt von der Nordsee (Buckie) am River Spey entlang durch das Zentrum der schottischen Whiskyherstellung bis in die mächtigen Grampian Mountains, die diesem Teil des Hochlandes ihren Namen gegeben haben, nach Aviemore. Auf diesem Weg kommt man direkt an einigen renommierten Whiskydestillerien vorbei (Craigellachie, Craggenmore, Knockando, Thamdu, Towmore usw.) Weitere Destillerien liegen nur unweit vom Weg (Glen Grant, Rothes, Glen Fiddich, Balvenie, Dailuaine, Carduh usw.


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