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Killarney National Park

Sonntag, 15. Oktober 2006

Im Süden und Westen der Stadt Killarney befinden sich die weltberühmten Seen von Killarney. Der National Park mit einem Ausmaß von 10.100 ha umfaßt Berge und Waldland, die um diese Seen herum angesiedelt sind, sowie die drei Seen selbst.

Es sind der Lower Lake, Muckross Lake und der Upper Lake. Zum Park gehören auch die Berggipfel von Mangerton, Torc, Shehy und die violetten Purple-Berge, während sich im Westen des Parkes die MacGillycuddy's Reeks erheben, die höchste Bergkette in Irland.

Der Kern des Nationalparks ist der Bourn Vincent Memorial Park (4.000ha), ehedem der Muckrosss-Besitz, der dem Staat 1992 vom Ehepaar W. Bowers Bourn und deren Schwiegersohn Senator Arthur Vincent übergeben und Irlands erster Nationalpark wurde. In den vergangenen Jahren kamen Ländereien und Gewässer des ehemaligen Kenmare-Besitzes hinzu, einschließlich Knockreer, Ross Island, Innisfallen und die Länderein von Glena, Ullauns und Poulagower. Im Jahre 1981 wurde der Nationalpark von der UNESCO als Naturschutzgebiet ernannt.


Auf einer Landzunge im Lough Leane liegt Ross Castle. Es gilt als typisches Beispiel für die Burg eines mittelalterlichen irischen Clan-Führers. Der genaue Entstehungszeitpunkt der Festung ist nicht bekannt, man vermutet aber, dass ein Mitglied der O'Donoghues Ross Castle im späten 15. Jahrhundert erbauen ließ. Ross Castle war die letzte Festung in Irland, die Oliver Cromwell während der Irischen Konföderationskriege noch Widerstand leistete. Jedoch ergab man sich, bevor es zum Kampf kam. 1583 verloren die O'Donoghues ihre Ländereien an die englische Krone. Ross Castle ging an Donal McCarthy Mór, welcher es an Sir Valentine Browne verpfändete, der schließlich auch Eigentümer wurde.

Eine Prophezeihung besagte, dass die Burg nur durch einen Angriff vom Wasser her eingenommen werden könne. Cromwells General Ludlow ließ 1652 ein großes Boot herbeischaffen um die Burg vom Untersee aus zu beschiessen. Die Verteidiger glaubten, die Prophezeihung sei erfüllt und ergaben sich.... Nach dem Abzug der Truppen im Jahr 1825 verfiel das Kastell zusehends, auch weil der damalige Besitzer Lord Kenmare das Dach abbauen ließ, um Steuern zu sparen. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde Ross Castle 1979 Eigentum der Republik Irland.

Dank der verschiedenen Lebensräume Bergmoorlandschaft, Waldland und Seen kommen im Park viele verschiedene Vogelarten vor. Vor allem hier und an den Hängen von Torc und Mangerton ist die letzte freilebende Rotwildherde in Irland zu finden. Wenn man aufmerksam ist, sieht man auf jeden Fall Rotwild.

Von der Victoria Bay läuft ein breiter Weg neben einem Flüsschen direkt auf die Innenstadt von Killarney zu. Folgt man diesem Weg zum Ausgang des Parks steht man genau vor der Kathedrale.

Die katholische St. Mary's Cathedral entstand nach Plänen des Architekten Edward Pugin im neugotischen Early English Style. Sie wurde in den Jahren 1842-1855 gebaut und diente während der großen Hungersnot als Zufluchtsstätte. Heute steht ein riesiger Baum auf dem Massengrab, indem damals Frauen und Kinder beigesetzt wurden.


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