Red Centre

Sonntag, 13. Oktober - Uluru Kata Tjuta National Park

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Der Wecker klingelt um 4:50 Uhr. Halb 6 rollen wir aus dem Resort in Richtung Nationalpark. Um 6:14 Uhr geht heute die Sonne auf und wir wollen das bei den Kata Tjutas erleben. Und nicht nur wir - der Sonnenaufgangs-Parkplatz ist schon gut gefüllt. Es ist auch noch ziemlich kalt und harmlose Wolken ziehen am Himmel vorbei.

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Der Sonnenaufgang ist gar nicht so spektakulär - das Licht ist lange nicht so intensiv wie beim Sonnenuntergang. Somit leuchten die Kata Tjutas auch nicht so intensiv rot. Aber der Uluru in der Ferne bietet mit dem dramatischen Himmel ein wunderschönes Motiv. Die Menschenmassen fotografieren und filmen, was das Zeug hält.... Nach diesem Spektakel leert sich der Parkplatz schnell.

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Wir fahren zum Sonnenuntergangs-Parkplatz und frühstücken erst einmal im Auto. Hier gibt es Toiletten und Wasser. Dann packen wir unsere Rucksäcke und fahren ein kleines Stück weiter zum nächsten Parkplatz - wir möchten ins Valley of the Winds. Dieser Ort ist insbesondere den Männern der Anangu bei ihren Riten heilig und sollte daher mit Respekt "begangen" werden.

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Der erste Teil des fast 8km langen Valley of the Winds Walk bis zum Karu Lookout ist sehr zu laufen - vorausgesetzt man hat festes Schuhwerk an. Wir sehen aber auch Touristen mit Flip-Flops... tzzz. Der nächste Abschnitt bis zum Karingana Lookout wird etwas schwieriger, man muss zwischen und über Felsen klettern und eine gewaltige Felsplatte überwinden. Aber es ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

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An Tagen über 36 Grad wird das Valley für Touristen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Zum Glück sind wir früh unterwegs und sind bereits zurück am Parkplatz, als die Sonne hoch am Himmel steht.

Wir fahren ins Uluru Kata Tjuta Culture Centre. Wer sich wirklich für die Geschichte und Kultur der Aboriginal People interessiert, der kann hier viele Stunden verbringen. Es gibt wohl kaum ein heikleres und sensibleres Thema für Australier als das Verhältnis zu ihren Ureinwohnern. Es ist geprägt von gegenseitigen Vorurteilen, Halb- oder Nichtwissen. Hier lernen wir sehr viele Dinge überhaupt erst, andere besser verstehen und begreifen. Es herrscht eine eigentümliche, schwer zu beschreibende Atmosphäre in den Räumen. Wer es bis zum Uluru geschafft hat, der sollte unbedingt hier genügend Zeit einplanen. Ich mir ganz sicher, wer das hier gesehen und begriffen hat, wird den Berg mit anderen Augen sehen.

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Auf dem Rückweg ins Resort kaufen wir noch ein paar Lebensmittel ein und holen dann erst einmal etwas Schlaf nach. Zum Sonnenuntergang wollen wir wieder im Nationalpark sein - dieses Mal am Uluru. Wir machen uns schon beizeiten auf den Weg, denn die Parkplätze an der Sunset Area sind beschränkt. Es gibt zwei - einen für die Busse und einen für die Pkw. Wir machen es wie die anderen auch - nehmen unsere Campingstühle und setzen uns in die erste Reihe. Bis 18:50 Uhr sind es noch ein paar Minuten und der Bereich füllt sich schnell. Auch der weiße Mond steht schon hoch am noch blauen Himmel.

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Und dann beginnt das Schauspiel und man hört Aaa's und Ooh's und das Klicken von unzähligen Kameras und Handys ;-) Man muss es schon mal erlebt haben, der gewaltige Monolit glüht für einen kurzen Moment in einem satten, warmen Rotton. Wobei ich im Nachhinein sagen muss, dass der Sonnenuntergang an den Kata Tjutas fast noch schöner war. Nachdem die Sonne untergegangen ist machen wir uns auch wieder auf den Weg zurück ins Resort. Morgen früh sind wir wieder hier, wenn sie aufgeht!

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Montag, 14. Oktober - Uluru - Kings Canyon Resort

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Und wieder klingelt der Wecker um 4:50 Uhr, Katzenwäsche und Zähneputzen, wir bauen nicht einmal die Betten um und fahren los. Als wir am Parkplatz der Sunrise Area ankommen herrscht noch friedliche Stille. Die Aussichtsplattform füllt sich aber schnell und stetig.

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06:13 Uhr - Sonnenaufgang - aber erst ein paar Minuten später beginnt der Berg in einem satten Orange zu leuchten. Aber auch hier muss ich sagen, der Sonnenaufgang war längst nicht so spektakulär, wie der Sonnenuntergang. Die Sonne steigt langsam, da verschwinden schon die Ersten wieder. Wir laufen zurück zum Parkplatz und bauen erst einmal unser Auto um. Dann kochen wir uns einen Tee und frühstücken in der Morgensonne, direkt am Uluru - what else? ...

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Dann verstauen wir alles und fahren zum Kuniya Carpark. Den roten Monoliten zu sehen ist eine Sache, ihn zu begreifen und zu erleben eine ganz andere. Es gibt viele kontroverse Diskussion ob man auf den Berg klettern sollte. Ich bin der Meinung - nein - wir sollten unbedingt die Bitte respektieren und den Aufstieg unterlassen. Auch ein Schild mit der Bitte an bestimmten Stellen des Uluru nicht zu fotografieren habe ich zu respektieren.

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Dieser Berg hat eine enorme spirituelle Bedeutung und wird auch von den Anangu nur zu besonderen Anlässen bestiegen.
Eine bessere Alternative dem Berg ganz nah zukommen sind die Wanderungen - es gibt auch geführte Touren - um ihn (der Uluru Base Walk ist 10km lang). Der Weg ist sehr informativ beschildert und bietet ständig neue, spektakuläre Ansichten.

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Es geht zurück auf den Lasseter Highway. In Curtin Springs tanken wir wieder (jetzt sogar für 2.31 AUD/l) und treffen wieder auf den jungen freundlichen deutschen Mann. Wir erzählen von den letzten Tagen und unseren Eindrücken. Da schon Mittagszeit ist und wir etwas hungrig sind, gehen wir ins Roadhouse und schauen mal, was es so zu essen gibt. Wir essen hier den besten Burger der Tour (oder vielleicht haben wir auch einfach nur Appetit auf Fleisch... ) und bekommen Besuch von einem Emu, der hier frei herumläuft - das Haustier sozusagen ;-)

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Wir fahren weiter - ab er nicht bis Erlunda zurück - sondern nehmen die Luritja Road über Kings Creek Stn bis zum Kings Canyon Resort.

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Gerade hier wird uns immer wieder bewußt, dass wir im Red Centre sind. Der Sand ist stelleinweise extrem rot, fast orange.

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Am Nachmittag erreichen wir das Resort - eine richtige Oase im Watarrka National Park. Es ist ein ziemlich großes Areal und bietet sehr viele Möglichkeiten. Für 4 Dollar packen wir die Waschmaschine voll, die Wäsche ist nach wenigen Minuten auf der Leine schon wieder trocken. Die Toiletten und Duschen sind sauber und mit schweren Holztüren gegen Dingos gesichert. Die sehen wir hier nämlich zum ersten Mal in freier Wildbahn - ganz nah und nur wenige Meter von uns entfernt.

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An der Bar gönnen wir uns ein frisch gezapftes Bier. Es ist alles ziemlich teuer, aber wenn man sich bewußt macht, wo man hier ist - nämlich mitten in einer trockenen Wüste - ist das ok.

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Dienstag, 15. Oktober - Kings Canyon Resort - Rim Walk - Helicopter Flight

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Mittwoch, 16. Oktober - Kings Canyon Resort -> Mereenie Loop -> Palm Valley (4WD) -> Hermannsburg 194km

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Donnerstag, 17. Oktober - Hermannsburg -> Alice Springs -> Barrow Creek 435km

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