Mein Werkzeug

NIKON D300s

NIKON D300s

NIKON

Die Nikon D300S ist das APS-C-"Arbeitstier" im Nikon-Programm und gleichzeitig auch das Spitzenmodell mit DX-Sensor. Die Unterschiede zur D300 sind überschaubar und vor allem technischer Natur bzw. im Funktionsumfang zu finden, wie etwa die Videofunktion oder der CF-SD-Doppelkartenschacht.
Ihr großes Gehäuse mit ausgeprägtem Handgriff ist ein Handschmeichler – zumindest für mittlere und größere Hände. Auch das Gewicht von fast einem Kilogramm (ohne Objektiv versteht sich) trägt zu dem robusten Eindruck mit bei – wahrlich nichts für zierliche Hände oder einen schwachen Bizeps. Das Gehäuse besteht größtenteils aus einer Magnesiumlegierung sowie Kunststoff, aus dem Blitz und Klappen gefertigt sind. Wo es nötig ist, hat Nikon großzügig Gummi in genarbter Optik aufgebracht, was der Kamera die nötige Griffigkeit verleiht. Das gesamte Kameragehäuse ist mit Dichtungen versehen, die das empfindliche Innere vor Feuchtigkeit, Staub und Dreck schützen sollen. Entsprechende Dichtungen finden sich auch am Akku- sowie Speicherkartenfach wieder, die anderen Schutzkappen sind sowieso aus Gummi. Die D300S verfügt mit HDMI, USB, AV, Mikrofon (3,5 mm Klinke), DC-Eingang, Blitzsynchronbuchse und Multifunktionsschnittstelle (u. a. für GPS und Kabelauslöser) über eine reichhaltige Nikon D300S Schnittstellenausstattung. Das Speicherkartenfach hat gleich zwei Steckplätze, einen für CompactFlash Typ I und einen für SDHC-Karten, wobei die Umschaltung über das Menü erfolgt und man bestimmen kann, ob die Karten nacheinander gefüllt werden oder z. B. RAW und JPEG getrennt oder eine Sicherheitskopie auf der zweiten Karte abgelegt wird. Das Akkufach ist über den Gehäuseboden zu öffnen. Durch die Größe der Kamera ist die Entnahme auch bei montierter Stativwechselplatte problemlos möglich. Das Stativgewinde selbst ist aus Metall und in der optischen Achse. Der Akku vom Typ EN-EL3e hat eine Spannung von 7,4 V und eine Kapazität von 1.500 mAh, womit eine Energie von 12 Wh gespeichert werden kann. Damit sind rund 1.000 Aufnahmen nach CIPA-Standardmessverfahren, d. h. mit Blitz bei jeder zweiten Aufnahme, möglich. Wem die Akkukapazität nicht reicht (oder die Kamera noch zu klein und leicht ist), kann den separat erhältlichen Batteriegriff anschrauben, wobei ein Akku in der Kamera verbleibt, ein weiterer im Batteriegriff. Stattdessen können über einen Schlitten aber auch 6 AA/Mignon-Batterien oder Akkus eingesetzt werden, was dem Fotografen eine größere Flexibilität auf Reisen in abgelegene Gebiete beschert. Im Gegensatz zur Kamera ist der Batteriegriff nur sehr spärlich mit Bedienelementen, wie zwei Bedienrädern, dem Auslöser, einer AF-Taste sowie einem eher schlecht bedienbaren Multifunktionswähler, ausgestattet.
NIKON D300s Die vielen Bedienelemente sind über die gesamte Kamera verteilt und machen deutlich, dass die D300S für Experten gemacht ist, die viele Funktionen möglichst schnell und ohne Menüorgien einstellen möchten. Der Anfänger wird hier hingegen erst einmal überfordert sein. Die D300S benötigt – wie andere Geräte der gehobenen Klasse auch – einiges an Einarbeitungszeit, was nicht zuletzt auch einigen kryptischen Bezeichnungen geschuldet ist. Am deutlichsten wird das am Rad rechts neben dem Blitz/Sucherbuckel. Es ist mit den Zeichen "S", "CL", "CH", "Q", dem Symbol für den Selbstauslösermodus sowie "Mup" bezeichnet. Verstellt wird hier der Auslösemodus, also "S" wie Single (Einzelbild, der Normalmodus), "CH" für schnelle Serienbilder, "CL" für langsame Serienbilder, "Q" für den leisen Auslösemodus, bei dem der Spiegel erst nach dem Loslassen des Auslösers zurück schwingt, dem Selbstauslöser sowie der Spiegelvorauslösung. Ein klassisches Programmwahlrad gibt es nicht, stattdessen wird über eine Mode-Taste zusammen mit dem Daumenrad das Programm eingestellt und auf dem Infodisplay sowie im Sucher angezeigt. Motivprogramme sucht man vergeblich – die gehören einfach nicht in eine solche Kamera. Die Zweifingerakrobatik zieht sich durch die Einstellmöglichkeiten mit Direktwahltasten durch, wobei bei manchen Funktionen das vordere und hintere Bedienrad unterschiedliche Parameter ein und derselben Funktion verstellen (z. B. beim Weißabgleich oder der Dateiqualitätseinstellung).
NIKON D300s Neben dem oberen, beleuchtbaren Informationspanel spielt der Monitor eine wichtige Rolle bei der Einstellung der Kamera, jedenfalls spätestens dann, wenn es an die Menüs und umfangreichen Individualfunktionen geht. Denn es gibt fast nichts, was man bei der D300S nicht einstellen könnte. Der Bildschirm ist fest verbaut und misst 3" (7,6 cm) in der Diagonale, die Auflösung beträgt feine 920.000 Bildpunkte, was VGA (640 x 480 Pixel) entspricht. Statt einer kratzfesten Beschichtung (wie beispielsweise Nikon D300S mit AF-S Nikkor 17-55 mm 1:2.8 G ED [Foto: MediaNord]bei der Pentax K-7) verfügt die D300S über eine Halterung für einen Kunststoff-Monitorschutz. Einer gehört zum Lieferumfang und kann, wenn zu sehr verkratzt, einzeln nachgekauft werden. Die ansonsten brillante und tadellose Bildqualität leidet durch die "Doppelscheibe" minimal, die Spiegelungen sind leicht verstärkt, und es gibt mehr Schichten, auf denen sich lästiger Staub festsetzen kann.
Die Kameramenüs sind durch die schiere Einstellungsvielfalt etwas unübersichtlich, aber gut ablesbar. Dank Favoritenmenü kommt man schnell an häufig verwendete Funktionen. Etwas verwirrend ist, dass einige Funktionen über die mittlere Taste des Multifunktionswählers bestätigt werden können, andere, wie etwa das Formatieren der Speicherkarte, explizit die Betätigung der OK-Taste links vom Bildschirm benötigen. Der Multifunktionswähler selbst ist der wohl größte Schwachpunkt in der Ergonomie: Er ist sehr schwammig und hat weite Verstellwege, bevor der dann knackige Druckpunkt erreicht wird.
Der optische Spiegelreflexsucher ist makellos. Dank Pentaprisma, 100 % Bildfeldabdeckung und 0,94facher Vergrößerung ist er – für eine APS-C-Kamera – sehr bequem zu verwenden. Einzig die etwas schwache Dioptrienkorrektur könnte man bemängeln, aber auch mit Brille ist der Sucher noch ganz gut verwendbar. Ein Gitternetz lässt sich einblenden und sieht so aus, als wäre es auf der Sucherscheibe eingraviert. Die 51 Autofokusfelder leuchten im Sucher bei Aktivierung auf, und unterhalb des Sucherbildes werden wichtige Aufnahmeinformationen eingeblendet, so dass man die Kamera teils "am Auge" bedienen kann. Statt des Suchers kann auch der Bildschirm verwendet werden, sofern man LiveView über die separate Taste aktiviert. Bei dem Kameragewicht ist das für Freihandaufnahmen allerdings weniger zu empfehlen. Dank Fokussierlupe und Kontrastautofokus kann sich dieser Modus aber in bestimmten Situationen als sehr nützlich erweisen.
NIKON D300s Der normale Empfindlichkeitsbereich der D300S reicht von ISO 200 bis 3.200 und ist in 1/3-EV-Stufen verstellbar, auch der Arbeitsbereich der Automatik lässt sich in diesen Grenzen festlegen. Typisch für Nikon ist aber die Bereichserweiterung mit "L" und H", womit ISO-Äquivalente von 100 (L 0,3) bis 6.400 (H 2,0) erreicht werden. Wie stark die Rauschreduzierung eingreift, ist genauso einstellbar die die Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen. Um die Durchzeichnung in Schatten zu erhöhen, setzt die D300S das Nikon Active D-Lighting ein, das Schattenpartien digital speziell aufhellt, um Details sichtbar zu machen. Hierbei hat der Fotograf die Wahl, ob er die Stärke einer Automatik überlässt oder er selbst die Leistung in vier Stufen wählt.
Die Nikon D300S arbeitet mit einer äußerst präzisen Belichtungsmessung auf Profiniveau. Auch Einsteiger können hier kaum etwas verkehrt machen. Beim Weißabgleich muss man da schon etwas mehr aufpassen. Hier ist die Frage, ob man möglichst neutrale Ergebnisse möchte, die man bei Glühlampen- und Kerzenlicht nur per manuellem Abgleich oder einer Weißabgleichsvoreinstellung erreicht, oder ob man lieber einer stimmungserhaltenden Einstellung den Vorzug gibt. Der automatische Abgleich arbeitet jedenfalls im Großen und Ganzen recht neutral, tendiert aber bei Glühlampen- und Kerzenlicht zu einer wärmeren Farbwiedergabe.

Quelle: www.digitalkamera.de

NIKON D70

NIKON D70

NIKON

680 Gramm (ohne Objektiv) bringt die D70 bei Außenmaßen von 140 x 111 x 78 mm auf die Waage und ist somit weder die leichteste noch die zierlichste Einsteiger-DSLR auf dem Markt. Dafür macht sie trotz Kunststoff-Kleid einen sehr robusten und hochwertigen Eindruck; an den wichtigen Stellen (Bajonett, Blitzschuh, Stativgewinde) findet man statt Polykarbonat echtes Metall. Allgemein ist das verwendete Gehäusematerial um Klassen edler als bei der direkten Rivalin Canon EOS 300D. Die Belichtungswerte werden bei der D70 DSLR-typisch über zwei Einstellräder (eins vorne am Handgriff und eins in Daumenreichweite an der Kamerarückwand) eingegeben und sowohl im Sucher als auch auf der monochromen Flüssigkristallanzeige (die per Tastendruck auch z. B. bei Nachtaufnahmen beleuchtbar ist) an der Kameraoberseite angezeigt. Die D70 kann auf einen riesigen Park von Hunderten von Objektiven zurückgreifen. Dazu gehören auch Fremdfabrikate (z. B. von Sigma, Tamron oder Tokina) und selbst ältere Nikkors. Auch ist die Bildqualität bei der D70 stärker an das Objektiv gebunden als bei Kleinbild-Spiegelreflexkameras, so dass man ohnehin nicht jedes Objektiv, das man eventuell Zuhause liegen hat, uneingeschränkt weiterverwenden kann. Der Empfindlichkeitsbereich des Autofokus-Systems reicht von IL -1 bis IL 19 bei ISO 100, was bedeutet, dass der AF selbst bei hellerem Kerzenlicht noch anspricht. Reichen das Licht bzw. die Motivkontraste doch einmal nicht aus, kann der Autofokus auf das eingebaute grell-weiße Hilfslicht der Kamera oder eines aufgesteckten Blitzgerätes zurückgreifen; eine einwandfreie Funktion des Autofokus ist erst ab einer Objektivlichtstärke von F5,6 gewährleistet. Wo die Kamera scharf gestellt hat, lässt sich anhand der entsprechenden Markierungen im Sucher feststellen. Fünf kreuzförmig angelegte AF-Felder stehen zur Verfügung; ausgewählt werden sie entweder manuell über das Steuerfeld oder automatisch. Dabei lässt sich einstellen, ob die Kamera die Position des Hauptmotivs selbstständig herausfinden soll oder ob das Messfeld ausgewählt werden soll, das sich mit dem nächstgelegenen Bildteil deckt. Ebenfalls im Einstellungsmenü verborgen ist die Aktivierung der Schärfenachführung.
Erwartungsgemäß liefert die D70 erstklassige Bilder. Natürlich ist die Bildqualität, wie bei allen digitalen Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektivsystem, stark vom verwendeten Objektiv abhängig, doch allgemein demonstriert sie ziemlich eindrucksvoll die Überlegenheit großflächiger Sensoren gegenüber den fingernagelgroßen Bildwandlern der besten Kompaktdigitalkameras, ganz besonders in Hinblick auf die Rauscharmut.
Mit dem im D70-Kit enthaltenen Zoomobjektiv (AF-S Nikkor 18-70 mm 1:3,5-4,5G ED aus der DX-Serie) zeigt die D70 eine sehr hohe Auflösung und Detailschärfe. Die Auflösung ist sowohl in der Bildmitte als auch an den Bildecken gut bzw. der Randabfall ist nur minimal.
Der Funktionsumfang der D70 beschränkt sich auf das Nötigste, da ist kein Platz für "Spielereien". Systembedingt gibt es keine Videofunktion (nur eine Wiedergabemöglichkeit der aufgenommenen Fotos über den Videoausgang); eine Sprachnotiz- oder Diktiergerätfunktion wie bei der D100 gibt es mangels Mikrofon auch nicht. Als Einsteigerkamera verfügt die D70 aber über eine Vollautomatik und über sechs Motivprogramme (Porträt, Landschaft, Nahaufnahmen, Sport/Action, Landschaft bei Nacht, Porträt bei Nacht) und erweiterte Aufnahmefunktionen u. a. in Form einer Belichtungsreihenfunktion, eines im Sucher einblendbaren Gitternetzes, wählbaren Messcharakteristika (Matrix/Mehrfeld, mittenbetont Integral, Spot), variablen Lichtempfindlichkeitsstufen (ISO 200-1.600), verschiedenen Weißabgleich-Einstellungen (Automatik, Voreinstellungen, manuell) und einer Fernauslösefunktion.

Quelle: www.digitalkamera.de

NIKON Coolpix 5700

NIKON Coolpix 5700

NIKON

Technische Daten: Digitalkamera mit 5,24 Millionen Pixel, CCD-Sensor hochauflösende 0,67-Zoll-CCD; 8fach-Zoom-Nikkor Objektiv mit Brennweiten 8,9 bis 71,2 mm (entspricht 35 bis 280 mm bei Kleinbild), Blende 2,8 bis 4,2, Optischer Aufbau 14 Linsen in 10 Gruppen, Digitalzoom bis 4fache Vergrößerung, Messfelder Multi-Autofokus mit 5 Messfeldern und AF-Spotmessung wählbar

... mehr technische Informationen

Die Coolpix 5700 ist extrem kompakt, viel kleiner als man sich diese Kamera vorstellt, wenn man sie bisher nur auf Abbildungen gesehen hat. Trotz ihrer Kompaktheit liegt die Coolpix 5700 einigermaßen gut in der Hand. Überhaupt ist die Coolpix 5700 mit Funktionen nur so übersät. Die Kamera lässt sowohl bei der Aufnahme (Belichtung, Weißabgleich, Fokus, Serienbildmodi, Einstellung von Helligkeit/Kontrast/Sättigung/Schärfe) als auch bei der Wiedergabe und den allgemeinen Kamera-Parametern kaum Wünsche offen. Einen Rauschunterdrückungs-Modus besitzt sie selbstverständlich auch; schließlich lässt sich die Empfindlichkeit von ISO 100 stufenweise auf bis zu ISO 800 heraufsetzen und Bulb-Langzeitbelichtungen sind ebenfalls möglich. Am 8-fach-Zoom (entspr. 35-280 mm/F2.8-4.2 bei Kleinbild) der Kamera ist nichts auszusetzen. Verzeichnungen sind kaum erkennbar (sehr leicht im Weitwinkel-Bereich), Vignettierungen sind überhaupt nicht wahrnehmbar (zumindest nicht bei Alltagsmotiven und nicht mit bloßem Auge) und chromatische Aberrationen sind – dank spezieller ED-Gläser – auch kaum vorhanden. Im Großen und Ganzen ist die Bildqualität bei der Coolpix 5700 ausgezeichnet. Die 256-Feld-Matrixmessung liefert sauber belichtete Bilder, der Autofokus sorgt für scharfe Bilder, das Bildrauschen hat man dank verschiedenster Rauschunterdrückungsalgorithmen gut im Griff, der Weißabgleich funktioniert zuverlässig und die Farbtreue (unabhängig vom Weißabgleich) ist auch gut.

Quelle: www.digitalkamera.de

NIKON Coolpix S9100

NIKON CoolPix S9100

NIKON

Die Symbiose aus Superzoom- und Kompaktkamera hat zur Gattung der Reisezoomkamera geführt. Mit der Coolpix S9100 bringt Nikon eine Kamera dieser Art auf den Markt. Sie bietet mit 18-fachem Brennweitenbereich mehr als genug Spielraum und ist dabei äußerst kompakt. Die Coolpix soll vor allem trendy und einfach zu bedienen sein.

Ergonomie und Verarbeitung
Das flache Gehäuse passt bequem in eine Handfläche und hat fast keine hervorstehenden Elemente. An der dicksten Stelle, dem Objektivansatz, ist die Nikon etwa 33 Millimeter, ansonsten nur 25 Millimeter dick. Der rechten Hand gibt eine kleine Kante auf der Vorderseite etwas Halt, der Daumen stützt sich derweilen auf eine genoppte Fläche auf der Rückseite. In direkter Nachbarschaft der Noppenfläche sitzt der Auslöser für Videoaufnahmen. Da dieser Auslöser etwas versenkt wurde, ist versehentliches Starten der Aufnahme nahezu ausgeschlossen.
Fast dreiviertel der Rückseite belegt das 7,5 Zentimeter große Display, das zwar fest verbaut ist, aber mit 921.000 Bildpunkten Systemkameraniveau liefert. Bei sehr schrägem Einblick ist ein leichter Helligkeitsabfall zu bemerken, ansonsten zeichnet das Display aber sehr detailliert und brillant. Es gehört ohne Zweifel zu den besten in der Kompaktkamera-Klasse. Ein daumenbreiter Streifen rechts neben dem Display genügt, um die Vier-Wege-Wippe mit Drehring und die weiteren Tasten unterzubringen. Direkt darüber, auf der Oberseite der Kamera, befindet sich der Moduswähler mit acht Positionen. Alle Taster sind deswegen sehr gut mit dem Daumen zu erreichen und die Bedienung geht fix von der Hand. Die Menüs der Coolpix sind gut lesbar und enthalten nur diejenigen Einträge, die bei der aktuell gewählten Betriebsart notwendig sind. Daher sind sie nie zu lang und auch für Einsteiger gut überschaubar. Über das mit einer Metallschale verkleidete Gehäuse sind drei Klappen verteilt: An der rechten Seite gibt es eine einfache Abdeckung aus Kunststoff für die HDMI-Buchse und in gleicher Qualität auf der Unterseite eine für den kombinierten USB/AV-Anschluss. Dem Akku- und Speicherkartenfach aber hat Nikon eine korrekt mit einem Scharnier befestigte und ordentlich verriegelte Abdeckung spendiert. Das Stativgewinde aus Metall ist deutlich neben der optischen Achse an der linken Außenkante angebracht. Das hat aber nicht nur Nachteile, denn so können Akku und Speicherkarte selbst mit angesetzter Schnellwechselplatte gewechselt werden.
Neben dem Moduswähler auf der Oberseite liegt griffgünstig für den Zeigefinger der zweistufige Auslöser für Fotos und der gegen versehentliches Betätigen versenkte Hauptschalter. Kurz gedrückt fährt das Objektiv in Position und die Kamera ist binnen zwei Sekunden aufnahmebereit. Mit dem Zoomhebel lässt sich die Brennweite recht feinfühlig in zwei Geschwindigkeiten einstellen, allerdings nicht ganz verzögerungsfrei. Das kann im Fotoalltag etwas lästig sein, wenn man den richtige Ausschnitt exakt einstellen will.
Die S9100 ist weitgehend automatisiert, dennoch muss das Blitzgerät mit einem kleinen Schieber an der linken Gehäuseseite manuell ausgeklappt werden. Das durchbricht leider unnötig das Konzept des Vollautomaten, zumal das Blitzerchen trotz Klappmechanismus sehr eng am Objektiv sitzt. Zum Glück befindet es sich aber an der linken Seite, so dass es nie Gefahr läuft, von Fingern verdeckt zu werden. Insgesamt macht die Nikon einen hochwertig verarbeiteten Eindruck, so dass auch bei festem Zupacken nichts knarzt oder wackelt.

NIKON Coolpix S9100 Ausstattung
Die Coolpix S9100 ist für die bequeme vollautomatische Fotografie konstruiert. Ein Gerät, das alles Notwendige für unbeschwerten Fotospaß enthält und möglichst unter allen Bedingungen von Technik unbelastete Bilder ermöglichen soll. So ist es nicht verwunderlich, dass Nikon konsequent jede manuelle Einstellung weggelassen hat. Der Moduswähler enthält acht Positionen, die alle Varianten der Automatik abdecken. Neben der Voll- und Szeneautomatik auch solche, die bei anderen Kameras umständlich über das Menü eingestellt werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel die High Speed Funktion, bei der im Menü die Bildfrequenz (bei verminderter Auflösung) auf 120 oder 60 Bilder pro Sekunde eingestellt werden kann. Außerdem gibt es eine "Preshot" genannte Funktion, die schon bei der ersten Auslösestufe Bilder aufzeichnet und dadurch dem Auslösefinger ein paar Aufnahmen voraus eilt. Der Fotograf verpasst auf diese Weise seltener den richtigen Moment. Ähnlich funktioniert die Einstellung "Best Shot", bei der die Kamera aus einer Serie dasjenige Foto aussucht, das am gelungensten ist. Natürlich entscheidet die Kamera nur anhand technischer Aspekte wie Schärfe, Verwacklung und Belichtung. Die gestalterische Komponente obliegt zum Glück nach wie vor dem Fotografen. Eine andere Position stellt die Kamera im Nu auf Nachtaufnahme oder Nachtportrait ein. Nicht ganz konsequent ist, dass hierbei der Fotograf bei Bedarf selbst an das Zuschalten des Blitzes denken muss. Immerhin weist eine Displaymeldung darauf hin.

Der Autofokus arbeitet in Weitwinkelstellung recht flott und sicher, im Telebereich sucht er zuweilen etwas länger nach dem Schärfepunkt. Bei zusätzlich schlechten Lichtverhältnissen wird das noch schwieriger. Dann ist ein ständiges Zirpen vernehmbar, als ob der AF nie zur Ruhe kommt. Ein kleines Ausstattungsmanko ist die fehlende Spotmessung. Zwar kann von Mehrfeld- auf mittenbetonte Messung umgeschaltet werden, allerdings reicht das für manche Motive nicht aus. Will man zum Beispiel den Mond fotografieren, hat die S9100 nicht nur Schwierigkeiten die Schärfe zu finden, sondern auch die korrekte Belichtung wird zum Glückstreffer. Allerdings wäre für die anvisierte Zielgruppe eine Spotmessung vielleicht auch verfehlt.
Im Videomodus bietet die Nikon nicht nur Aufnahmen in FullHD, sondern auch eine ganze Reihe weiterer Videomodi. Besonders interessant ist die Möglichkeit, Hochgeschwindigkeitsaufnahmen mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde zu schießen. Bei einer Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten erhält man eine etwa achtfache Zeitdehnung. Bei höherer Auflösung verlangsamt sich die Aufnahmefrequenz allerdings. In normaler Geschwindigkeit, das heißt bei 30 Bilder pro Sekunde, zeichnet die Nikon in 1.920 x 1.080 Pixel auf. Das Bild wird im Gegensatz zu Fotos nur elektronisch stabilisiert, was aber recht ordentlich funktioniert. Dabei steht der gesamte Zoombereich zur Verfügung, wobei die Zoomgeschwindigkeit reduziert wird. Der Autofokusmotor arbeitet genauso geräuscharm wie der Zoommotor, so dass kaum Störgeräusche auf der Aufnahme zu erwarten sind. Allerdings plagen das AF-Modul dieselben Probleme wie bei Fotos, denn in den langen Brennweiten findet es die Schärfe nur zögerlich. Einen kleinen Wermutstropfen liefert der Videoauslöser: Es vergeht nach dem Drücken eine sehr lange Sekunde, bis die Aufnahme startet. Das Sucherbild ist in dieser Zeit schwarz, was dazu führen kann, dass der Bildausschnitt verloren geht. Alles in allem ist die Nikon Coolpix S9100 aber für das Video zwischendurch gut geeignet.

NIKON Coolpix S9100 Bildqualität
Der riesige Zoombereich von umgerechnet 25 mm bis 450 mm fordert seinen Tribut. Geht die Auflösung im Weitwinkel und leichtem Tele noch in Ordnung, so sackt sie am langen Ende bedenklich ab. Besonders der Schärfeverlust zu den Rändern hin ist deutlich. Von 45 Linienpaaren pro Millimeter (LP/mm, verglichen mit einem Kleinbildsensor) geht die Auflösung auch bei der kurzen Brennweite zum Rand hin auf gut die Hälfte herunter. Bei maximaler Brennweite ist selbst die Bildmitte nur für 29 LP/mm gut, wobei der Rand auf 20 LP/mm sinkt. Teleaufnahmen wirken daher in der Praxis deutlich weichgezeichnet. Was Portraits womöglich zugute kommt ist bei Landschafts- und Architekturaufnahmen hingegen sehr störend.
Die Randabdunklung und die Verzeichnung hingegen hat Nikon ausgezeichnet in den Griff bekommen. Nahezu über das gesamte Bildfeld und den gesamten Brennweitenbereich sind kaum Fehler dieser Art feststellbar. Allerdings hat Nikon zumindest die Verzeichnung per Software ausgeschaltet, denn im Videobetrieb sind deutlich kissenförmige Rundungen erkennbar. Offenbar ist der verbaute Prozessor nicht in der Lage, seine Arbeit 30 Mal in der Sekunde zu erledigen. Besonders störend ist das aber im bewegten Bild nicht. Düster sieht es wieder bei der chromatischen Aberration, also den Farbsäumen aus. Hier ist der Fehler ebenfalls besonders an den Rändern und im Telebereich auffällig. Auch das führt sicherlich zum mäßigen Schärfeeindruck, den die Fotos machen.
Das Rauschen geht bei der S9100 bis ISO 400 voll in Ordnung, darüber wird es mit jeder Stufe deutlicher. Das besonders störende Farbrauschen jedoch hat Nikon bis in die hohen ISO-Werte gut in den Griff bekommen. Auch bei der Eingangsdynamik gibt es nichts zu meckern, fast zehn Blendenstufen bis zu ISO 800 sind gute Werte. Aber auch In den höchsten Empfindlichkeiten bleibt der Dynamikumfang bei deutlich über acht Blenden. Die Farbwiedergabe ist ebenfalls gut gelungen. Zwar neigt die Coolpix etwas zur Übertreibung, stellt Farben also etwas bunter dar als sie sind. Das kommt aber dem breiten Geschmack sehr entgegen. Der Weißabgleich ist ausgezeichnet und gibt keinen Anlass zur Kritik.
Bei der Auslöseverzögerung spaltet sich das Bild. Im Weitwinkel schafft die S9100 schnappschusstaugliche 0,23 Sekunden inklusive Fokussieren, im Tele allerdings gönnt sie sich fast eine Sekunde. Viel zu lang für schnelle Schüsse. Was die Praxis schon ahnen ließ (siehe weiter oben im Text) wird durch unsere Labormessung bestätigt: Es ist nicht der Verschluss, der für die Verzögerung sorgt, sondern der Autofokus. Vorfokussiert erreicht die Nikon nämlich gleich kurze Werte in beiden gemessenen Brennweiten.
Wider alle Erwartung leistet der kleine Ausklappblitz erstaunliches: Der Belichtungsverlust zum Rand hin hält sich in Grenzen, nur in den äußersten Ecken sind über eine Blende Lichtverlust zu beklagen. In der Praxis dürfte das kaum auffallen. Die Bildqualität ist für eine Kamera mit einem derart großen Brennweitenbereich so, wie man sie erwartet. Allzu tief hineinzoomen in die Fotos sollte man am Bildschirm nicht und Vergrößerungen über 20 x 30 cm sollten aus entsprechend vergrößertem Abstand betrachtet werden. Beachtet man diese Einschränkungen, kann die S9100 als Reisebegleiter mit riesigem Brennweitenbereich überzeugen.

Fazit

Für Fotografen, die sich nicht oder nur gelegentlich um die technischen Aspekte der Fotografie kümmern wollen, ist die Nikon Coolpix S9100 recht gelungen. Alle Automatiken funktionieren problemlos, die Bilder sind auf dem hervorragenden Display gut anzuschauen und der extreme Zoombereich lässt keine Wünsche offen. Auch im Videobetrieb macht die Nikon eine brauchbare Figur, wäre da nur nicht die lästige Startverzögerung. Zu Wünschen übrig lässt der Autofokus im Telebereich. Fast eine Sekunde bis zum Schuss sind einfach für Schnappschüsse zu lang. Wer hingegen auf Reisen eine ultrakompakte, zoomstarke Automatikkamera dabei haben will und auf spitzen Bildqualität verzichten kann erhält eine gut verarbeitete Kamera in schickem Design.

Quelle: www.digitalkamera.de


Objektive

NIKON 18-70mm NIKON 70mm-210mm SIGMA 18-200mm

Nikkor AF-S DX 18-70 mm/3.5-4.5 G IF-ED

Stiftung Warentest beurteilt das Weitwinkelzoom Nikkor AF-S DX 18-70 mm in der Ausgabe (1/2005) mit "gut" (2,4) Insgesamt wurde der Weitwinkelzoom von 7 Zeitschriften auf den Prüfstand gestellt und überzeugte die Tester mehrheitlich mit seiner Qualität. Die beste Bewertung war die Note "sehr gut" (4 von 5 Sternen), die die Zeitschrift Foto Magazin in ihrer Ausgabe 9/2005 dem Nikon AF-S DX 18-70 mm/3.5-4.5 G IF-ED verlieh. Die Skala der Qualitätsbewertung des Produkts endet nach unten mit der Beurteilung "gut" (2,4) durch die Zeitschrift test (Stiftung Warentest) (1/2005). Weitere Auszeichnungen sind die Prädikate "Tipp" (Photographie 6/2006) und "Digital empfohlen" (Color Foto 9/2006).

Nikkor AF 70-210 mm/1:4-5.6

Ein paar Jährchen hat das NIKON Schiebezoom schon auf dem Buckel, doch ist es heute ein sehr preisgünstig zu bekommenes Teleobjektiv mit guten optischen Eigenschaften.

SIGMA 3,5-6,3/18-200 mm DC Asp. IF

EISA Award 2005/06

EISA Auszeichnung: Bestes Objektiv des Jahres 2005/2006 und 1. Platz bei der Color Foto Leserwahl "Zoomobjektive" (Note "sehr gut" (62,5 von 100 Punkten). Die Zeitschrift Foto Magazin gestand dem Produkt in der Ausgabe 7/2005 lediglich "gut" zu. Das Prädikat "Empfehlung" (PC Pr@xis 9/2005) ist eine weitere Auszeichnung für das Sigma Objektiv.


NIKON SB-600 NIKON

NIKON SB-600

Das SB-600 besteht aus hochwertig aussehendem schwarzen Kunststoff mit einer soliden 1 mm starken Metallplatte für den Anschluss an den Kamerablitzschuh. Auf der Vorderseite befindet sich hinter einer dunkelroten transparenten Abdeckung ein Autofokus Hilfslicht. Auf der Rückseite gibt es ein beleuchtetes LCD-Display, eine Status LED, eine Auslösetaste, der Ein-/Ausschalter und vier Tasten für weitere Einstellungen. Alle Tasten sind beleuchtet. Auf der linken Gehäuseseite ist das Batteriefach für vier Mignonzellen und ein Sensor für die drahtlose Steuerung durch ein Masterblitzgerät. An der unteren Metallplatte sind vier federnde Kontaktstifte zu erkennen. Ein kräftiger Verriegelungshebel sorgt dafür, dass das Blitzgerät fest mit dem Blitzschuh verbunden wird. Oberhalb des Gehäuses befindet sich der Reflektor, der ebenso aus schwarzem Kunststoff besteht. Das Blitzlicht wird durch eine transparente weiße Streuscheibe abgestrahlt. Oberhalb des Reflektors befindet sich eine kleine Streuscheibe, die herausgezogen und vor den Reflektor geklappt werden kann und so einen sehr großen Streuwinkel ergibt. Bei einer Leitzahl von 30 (ISO 100) und einer Blende von 4 ergibt sich eine Reichweite von 30/4 = 7.5 Metern. Wird ein Objektiv mit CPU verwendet, dann passt sich der Blitzreflektor vollautomatisch der Zoomposition des Objektivs an. Mit der zusätzlich herausklappbaren Streuscheibe wird der Abstrahlwinkel gemäß einem 14mm Superweitwinkel passend gemacht. Der Reflektor kann von 0° bis 90° geschwenkt werden, mit Rastpositionen bei 0°, 45°, 60°, 75° und 90°. Weiterhin kann er bis 180° nach links und bis 90° nach rechts gedreht werden, mit Rastpositionen bei jeweils 30° Abstand. Die Abmessungen betragen 124x68x90mm, das Gewicht mit Akkus beträgt 400g.

Die Blitzbelichtungssteuerung erfolgt automatisch oder manuell. Mit aktuellen Kameras, wie der D50, D70(s), D200, D2-Serie, F6, die das Nikon Creative Lighting System (CLS) unterstützen, wird der i-TTL Modus verwendet. TTL steht für "Through The Lens" und besagt, dass die Lichtmessung durch das Objektiv erfolgt. Das "i" steht vermutlich für "intelligent" und genau das ist die Steuerung auch. Vor dem eigentlichen Hauptblitz sendet der SB-600 einen unmerklichen Vorblitz aus, misst die Lichtverhältnisse durch das Objektiv und berechnet dann die e <> igentliche Blitzleistung.


Stativ

MANFROTTO Triminor 055 CLB

MANFROTTO Stativkopf Pro Compact 329

MANFROTTO Triminor 055 CLB MANFROTTO Stativkopf Pro Compact 329

Die 55er Stative sind schön leicht für den problemlosen Einsatz, aber trotzdem sehr robust und groß genug, um ein aufrechtes Arbeiten mit der Kamera in Augenhöhe zu ermöglichen. Die Beine können in drei verschiedenen Winkeln eingerastet werden und bieten damit eine problemlose Anpassung an alle Untergründe. Die Kombination des variablen Beinanstellwinkels und der variablen Mittelsäulen erlauben extrem tiefe Kamerapositionen (mit umgedrehter Mittelsäule ab einer Höhe von 8 cm). Dies erlaubt auch ein Arbeiten "über Kopf", beispielsweise bei der Makrofotografie in der Natur. Schnellverschlüsse garantieren eine schnelle und sichere Beinarretierung.