Wassertropfen

Lange ist sie mir schon durch den Kopf gegangen, die Idee zu dieser neuen Serie. Sie ist aber sicher nur der Anfang dieses Experimentes. Denn ganz so einfach wie es mir am Anfang vorgestellt hatt, war es dann doch nicht. Hier also meine ersten Erfahrungen und das, was ich beim nächsten Mal besser machen werde:

Richtiges Licht

Sonnenschein oder Kunstlicht - ich entschied mich an diesem schönen Herbsttag für den Sonnenschein. Der Tisch stand in der Vormittagssonne, aber die Sonne stand nicht hoch genug - somit waren Schatten zu erwarten. Nachdem ich versucht hatte, meine "Tropfenapparatur" zu justieren - machte mir zuweilen der Wind einen Strich durch die Rechnung, oder durchs Foto. Der Tropfen kam dann nämlich nicht dort auf, wo ich mit ihm gerechnet hatte.

Richtige Schüssel

Bei der Farbwahl entschied ich mich für Blau. Also musstet die Salatschleuder von Tupper herhalten. Leider ist sie nicht genügend groß. Somit werden die Ringe am Rand reflektiert und was noch viel schlimmer ist, am Boden befindet sich ein Nippel - den man natürlich sieht, wenn die Tropfen zentrisch ins Gefäß fallen.

Richtige Belichtungszeit

Und das war eigentlich die Erfahrung. Normalerweise fotografiere ich mit 200 ASA - die Belichtungszeit lag damit etwa bei 1/200. Schnell merkte ich, dass man den Tropfen nicht so richtig zu fassen bekommt - also kurz belichten. Aber mit 1600 ASA und einer 2000tel bekommt das Bild schon mächtig viel Rauschen ab. Die Erfahrung zeigte also, dass man mit Belichtungszeiten kürzer 1/800 und entsprechender Blende, die besten Ergebnisse erzielen kann.

Richtiger Auslösezeitpunkt

Wenn der Tropfen ins Gefäß platscht, ist es zu spät. Je nach Höhe, aus welcher der Tropfen fällt muss man schon kurz nach dem Abtropfen auslösen. Man sucht sich deshalb einen Fixpunkt oder hält den Finger in eine gewisse Höhe -passiert der Tropfen dann diesen Punkt löst man aus. Je nach Reaktionszeit erhält man so wirklich reproduzierbare Ergebnisse.

Die Schärfe

Und das war eigentlich das Problem. Autofokus kann man von vornherein ausschalten. Also manuell fokussieren - aber wenn der Tropfen aller 2-3 Sekunden kommt und dann in Bruchteilen einer Sekunde wieder weg ist - ist schon schwierig. Auf die Wasseroberfläche zu fokussieren bringt nichts, der Tropfen liegt in einer anderen Ebene. Außerdem sorgte der Wind dafür, dass der Tropfen ohnehin nicht dort landete, wo er sollte.

Die Tropfenapparatur

Hier sind der Fantasie wohl keine Grenzen gesetzt. Ich nahm eine entsprechend lange Wasserflasche (wegen des Gewichts natürlich aus Plastik...) und klebte sie mit Klebeband auf ein zweites Stativ, welches ich über der Schüssel platzierte. Den Schraubverschluss drehte ich ganz wenig auf und ein kleines Luftloch am anderen Ende der Flasche sorgte für ein stetiges Tropfen...


mhhhh..., sogar bei diesen Fotos kann man den spritzenden Wassertropfen sehen :-)