Tierfotografie
Pflanzen, Tiere und Landschaften gehören zu den wohl interessantesten und vielfältigsten
Motiven der Fotografie. Sie reichen von der natürlichen, farbenfrohen Schönheit filigraner, aus
der Umgebung herausgehobener Details einer Pflanze bis hin zur Aufnahme einer wild zerklüfteten
Landschaft bei Sonnenuntergang. Kaum eine andere Sparte der Fotografie bietet eine solche Fülle an
Motiven und Themen, ein so breites Spektrum an Farben und Formen, und einen derart tiefen Einblick
in die Wunder der Schöpfung.
Aber es ist nicht immer einfach, sich an ein Objekt anzunähern, auf eine möglichst geringe
Distanz, um dann den idealen Augenblick für ein Foto zu erwischen. Wie schnell ist ein Fehler
passiert, oft nur eine kleine Unachtsamkeit und die Gelegenheit ist unwiderruflich dahin.
"Man ist dem Wesen der Fotografie am nächsten, wenn man Flüchtiges festhält, und die Bilder später
den Betrachtern mehr zeigen, als man als Fotograf sie sehen lassen wollte. Man kann die
Naturfotografie nicht dazu bringen, sich in eine bestimmte Richtung zu entwickeln; sie passiert
einfach, und genau das fasziniert. Die schönsten Momente in der Naturfotografie sind Fotos voller
Emotionalität und Dramatik, voller Lust am Leben und Genuss des Augenblicks, mit Spannung unter
einer scheinbar glatten Oberfläche." ( Fritz Pölking )
Schon so oft habe ich mich gefragt, wie es Tierfotografen anstellen, auch sehr scheue Tiere vor
die Kamera zu kriegen? Wer es selbst schon versucht hat, wird eines sehr bald festgestellt haben:
Verstecken klappt nicht, und hinters Licht führen schon gar nicht. Die Tiere sind sehr raffiniert
und durchschauen alle unsere noch so ausgefuchsten Tricks.
Entscheidend bei der Fotojagd ist die Lautlosigkeit sowie die absolute Tarnung des Fotografen und
seiner Ausrüstung. Genau so wichtig ist aber auch die Wahl des Standortes: die Sonne sollte immer
im Rücken des Fotografen stehen. Beobachten wir die Tiere, die wir fotografieren wollen, über
einen längeren Zeitraum, so stellen wir fest, dass ihr Verhalten gewissen Gewohnheiten unterliegt.
Besonders bei der Nahrungsaufnahme, der Körperpflege und der Aufzucht der Jungen.
Einfacher - und damit habe ich begonnen, ist die Fotografie der Tiere in einer an Menschen
gewohnten Umgebung. Sicher ist sie niemals mit der in ihrer eigentlichen Umgebung herrschenden
Freiheit vergleichbar. Aber gerade Anfängern (wie mir) geben Tierparks, Zoos usw. erst die
Möglichkeit solche Aufnahmen zu machen. Besonders gefällt mir das Bild des Orang Utans, zeigt es
doch in einer gewissen Art die Stimmung eines uns so ähnlichen Wesens, wenn es Gittern leben muss.
Was er wohl gerade denkt?...
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